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Jahresanfang in Berlin

Eine Runde um die Sonne
bin froh,
es ist vorbei.
Was liegen blieb, bleibt liegen.
Alte Sorgen schrumpfen, wiegen
weniger, wenig, weg.
Schnee dämpft Schmerzen.
Legt sich über den Dreck.
Kalter Wind kühlt Wundgeriebenes.
Stromschnellen frieren ein.
Der Weg im Kanal
wird für die Schwäne schmal.

Bin froh, ein Kapitel weiter,
nicht fertig, am Anfang.
Ein weißer, eingeschneiter Anfang.

G.R.E.N.Z.Z.E.I.T.

Ich weiss soviel wie früher,

doch wie ich drauf sehe, wo ich stehe,

verändert sich.

Klarer wird der Blick auf Unklarheiten,

die Erkenntnis, dass das System

sich verändert, je nachdem

von wo aus ich drauf sehe.

Auch auf die Zeit.

Dialektik und Dualismus werden mehr zu

Dimensionen erfahrbaren Denkens.

Dort kann ich wohnen.

Kann zulassen, dass Grenzen

sich mehr und mehr öffnen

und Abgrenzen schwerer wird.

Mag Gipfel ob der Übersicht, der

Möglichkeit zur Distanzierung.

Im Spiel dazu die völlige Auflösung der Grenzen

des Körpers, der Identität.

Kein Du und Ich, kein früh und spät.

Nur Jetzt, Hier, Wir.

Dann besteht Realität.

Bewusstmachen der Unendlichkeit als einzige

Erlebbarkeit derselben.

Kurze Erkenntnis unterwegs

Zeit totschlagen ist am schlimmsten,

wenn man nicht zuhause ist,

und statt auf dem trauten, eigenen,

sitzt auf einem fremden Mist.