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Postscriptum Neues Jahr

Stimmen stumme

längst verklungene

sprechen mir Wünsche aus.

Tonlose Frequenzen

hallen wider

in meinem Herz und Posteingang

und bringen meine Seele

zum Schwingen.

Licht eines Sterns, das erst das Auge trifft

wenn dieser schon längst erloschen ist.

Licht, dass in dunkle Herzkammern fällt,

sie erhellt.

Wo ich dich einst abgestellt damit

Erinnerung verbleicht.

Damit dein Licht mich nicht mehr erreicht

und blendet.

So flackert zuletzt

einmal noch auf

die Was-war und Wäre-wenns.

Das verletzt.

Erst gehen auf Nimmerwiedersehen

und dann nochmal durchs Hirn und Herz flanieren.

Auf plattplanierten, ausfritierten, kleingenierten Wegen spazieren.

Die Schatten der Frauen

Die Schatten der Frauen
an die du Hand und Herz gelegt,
sind weit und noch nah
legen sich dunkel auf meine Seele und verfärben
meine Liebe zu Tinte.

Selbst in der Nacht sind sie da,
sie kommen im Schlaf
sie legen Ringe
um mein Herz, meine Lunge
sie kommen mir zu nahe
und machen mich schaudern.

Ich sehe die Schatten um deine Zunge wenn du sprichst
sie werden zu Gespenstern,
lachen mich aus,
stehen in deinen erleuchteten Fenstern.
Du bleibst, scheinst, bist ahnungslos
und ungehalten,
wenn ich schreie, mich erbreche
vor den Schatten und meinem Verhalten.