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Satori

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Dickes Demütiges Danke

Es geht beim Dicken Demütigen Danke darum, dass

… die eigenen Worte manchmal nicht reichen, um etwas treffsicher zu beschreiben, das Bedürfnis danach aber gross ist.

Kennt man. Dann finde ich andere, viel bessere. Besser, um mich zu trösten oder meinen Gemütszustand zu beschreiben. Oder einen gesellschaftlichen Zustand. Dann leihe ich mir diese Worte, Produkte fremden geistigen Schaffens.

Ich zahle dann keine Gema dafür, sonder bedanke mich und verbreite sie. Verneige mich in Gedanken vor der sprachlichen Eleganz, der Originalität,der Schönheit der Sprache, der Treffsicherheit. Schönheit will ja verbreitet werden. Und wahre Schönheit kostet auch nix. So stelle ich diese dankenswerten Worte hierhin, auf meinen Blog.

Heute:

Heute ein dickes demütiges Dankeschön an Jochen Distelmeyer, für diesen Satz.
Wenn es auch ein indirektes Zitat ist -Rocko Schamoni zitiert in seinem Debutroman Jochen.
Blumfeld- Fans, zu denen ich mich nur am Rande zähle- kennen das Gefühl des “Sich- Verstanden- Fühlens” von den Liedern über Welt, Liebe, Schmerz, etc…

Aber mein Herz jauchzt kurz, wenn ich mir vorstelle, Jochen sitzt bei einer Besprechung, hört eine halbe Stunde zu, um dann hiermit zu antworten:

“Weg ist klar, Ziel ist klar, die Zeit der Grabenkämpfe ist vorbei, wir müssen unsere sensitive Produktivität bündeln, intellektuelle Zärtlichkeit kann als Waffe ungemein klärend wirken, legen wir uns auf den Boden und schießen uns selber ab!”
jochen distelmeyer

WORD.

What to do when you don’t know what to do

Here is something that some friends of mine and i worked out when we thought about what to do, what to say to people who do not know what to do in life, who are lost, who need advice, in general.

We are: a brasilian musician and street monkey, an american Kabbala student and piano player, and me,  a german hippie:

PLAN A

Get money (get rich)

PLAN B

Have a plan (or a plane!)

PLAN C

learn how to play the guitar

PLAN D

Multiply everything by O

PLAN E

Tom Waits

PLAN F

Find a way to participate in something good

….

PLAN Z

When all else fails, find out what the dolphins have to say (very important)

*Footnote: if everything else fails, try Tom Waits again.

If you follow these loose instructions, you should be fine…we are very happy that we’ve got several plans now. You too? Feels good, huh? :-)

15.09.2010

xberg, Berlin

Auf Wiedersehen

Auf dich ist nicht Verlass,

kein Kirschenessen.

Ich kann und werde dich

zwar nicht vergessen,

dir und uns doch vergeben

und weiterleben.


Genug verwirrt

verrannt

verkannt

verbrannt

unbemannt auf Grund gegangen

In Netzen verfangen

falsche Wege genommen

zu weit raus geschwommen

betrunken

benommen.

Genug nicht bekommen

was ich brauch.


Und endlos gewartet,

dass die Rakete startet.


Der Countdown ist aus,

das Publikum längst weg.

Ich geh nicht nachhaus, aber raus.

Ich bin raus.


Aus der engen grossen Kiste,

ich miste

mich aus.

Ich bin raus.


Habe nur mich und ein Leben,

das verbringe ich nicht mit dir.

Also.

Ehrlich.

Was will ich bei Dir?


Ich streife allein durch Weizenfelder,

fühl mich wohl.

Bin keine für Dich,

bin die Eine für mich.


Auf Wiedersehen.


20.01.2010



Mutmachmonolog zur Nacht

Mach’ doch einfach,
wovon du träumst,
wenn du keine bessren Pläne hast.
Schon allein,
damit du nicht verpasst
wenn sie in Erfüllung gehen,
wenn sie laufen lernen und
-wer weiss wie lange noch-
alleine stehen.

Wenn die Vorstellung dunkler ist
als die Realität,
ist es wie Kino, nicht Leben,
wie Theater,
dann ist es nicht nach zwei Stunden vorbei,
dann ist es nicht zu spät,
nicht einerlei,
was zu drehen,
wohin zu gehen,
allein zu stehen.

Mut kannst du auch schenken
jeder steht allein
und doch kannst du zusammen springen,
mutig lachen, tanzen, singen
nicht als ob es niemand hört,
sondern laut, mit Risiko
im Chor,
Stereo klingen.

Beobachtungen zum Umgang mit Dämonen

Mannomannomann, diese Augen sind schon…
Aber wahrscheinlich sind es gar nicht nur die Augen.
Man kann sich auch ganz schön selbst bescheißen, nur weil man mal angeflirtet wird, ganz harmlos…
Man kann Dämonen gegenüberstehen, ihnen begegnen, weil sie dich testen wollen und du merkst es gar nicht. Ja, schöne Dämonen, verführerische, süße, liebe Sachen ins Ohr hauchende Dämonen mit grünen Augen und tiefem, friedlichen Schlaf.
Engelsdämonen sozusagen. Das wichtigste ist wohl, sie zu erkennen, und darüber nachzudenken warum sie einem gerade jetzt und hier begegnen.
Schwäche und Überwindung derselben ist meistens das Thema. Verführung das Mittel zur Schwäche. Und man weiß nie, wann man mal selbst der Dämon ist.
Das ist das Fiese.
Dort, etwas schönes, begehrenswertes, eine Begegnung, ein Verlangen, eine Versuchung…
Eine Entscheidung.
Die Entscheidung ist der zentrale Punkt jeder Dämonengeschichte.
Mephistoesk. Grotesk.
Wenn man nachgibt und sich auf den Dämon einläßt, ist man schwach. Und immerhin sind wir nackte, unbepelzte wankelmütige Menschen, sozusagen prädestiniert zur Schwäche.
Also ist diese immer die bequemere Entscheidung.
Doch der andere Weg kann auch eingeschlagen werden. Man übt sich im festen Willen, in Disziplin und anderen preußischen Tugenden. Und das ist ganz schön edel.
Zu kämpfen, obwohl man genausogut kapitulieren könnte. Gerade wenn niemand es mitbekommt außer man selbst und der Dämon. Das hat Rückgrat, sagt man dann. Das ist was für Idealisten und Rechtschaffene. Konservative. Romantiker.

Ich liebe meine Dämonen. Sie würzen mein Leben und bringen mich auf viele interessante Gedanken. Sie führen mich in Versuchung und gestatten mir so, mich mit ihnen zu messen. Zu gewinnen und ihnen zu zeigen, wer der Boss ist.
Sie bringen mich zur Verzweiflung, machen mich weinen und auf Tische trommeln, unerträglich unentschlossen sein…

Es ist also nie langweilig mit ihnen. C´est sur.
Durch sie lerne ich mich besser kennen und kann so auch bewußter mit meiner Umwelt umgehen. Also helfen sie mir.
Sie sind beides und eins. Sie sind in mir und kommen immer wieder. Sie kennen alle meine Ecken und suchen sie auf. Kratzen darin herum und finden erstaunliche Zusammenhänge.
Warum ich wen mag und warum ich das jetzt wohl gerade will und brauche und wie ich es bekommen kann.
Meine Dämonen.
Bald werde ich mal versuchen, ihnen Namen zu geben.

(Sommer 2005)