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Meermann

Letzte Nacht träumte ich

von Strand, Himmel, Meer.

Alles drei warst du, dein Haar

Dünengras, blond mit grünem Stich

und fest, wog und bog sich

ebenmäßig im Wind.

Blickte in den Himmel und sah

in deine Augen, hell, klar.

Die sagten nichts, waren

sehr da.

Dann lächeltest du und eine

Reihe weißer Zähne überstrahlten das Blau.

Die Sonne ging auf und ließ

den Wolkenlachmund strahlen.

Deine Füße rauher Meeresboden

mit Meermoos auf den Zehen

sonnenunbeschienen.

Deine Beine Algen,

lang, wellig aus dem Sande

sprießend, an die Oberfläche

ragend, in der Strömung wiegend.

Dein Schoß, deine Brust,

der Schauplatz aller Wasserspiele.

Wellen sind dort und Soge

und alles, was reist im Wasser,

reist in diesen Höhen

schwimmt in Tiefen, in denen die Sonne

noch reicht.

Hier tauchen, entdecken und gleiten

die Hände, die Nase und Meerbusen entlang

der Gezeiten.

Letzte Nacht träumte ich,

du seist Himmel, Strand und Meer.

Seltsam traurig wachte ich auf.

Mein Kissen schmeckt salzig.

ostsee

Nach der Sauna laut und schnell

in die See gerannt,

das Herz schlägt lauter

als die Wellen an den Strand.

Warme weiche Füße treffen

kühlen, rauhen Sand.

Bin nackt und trotzdem unerkannt.

meer

meer

Tausend kleine Nadelstiche

salzige, algige Meeresgerüche

Räucherfisch aus Seemannsküche;

Wind fegt Körnchen ins Ohr,

die findest du noch in zwei Wochen.