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Mutmachmonolog zur Nacht

Mach’ doch einfach,
wovon du träumst,
wenn du keine bessren Pläne hast.
Schon allein,
damit du nicht verpasst
wenn sie in Erfüllung gehen,
wenn sie laufen lernen und
-wer weiss wie lange noch-
alleine stehen.

Wenn die Vorstellung dunkler ist
als die Realität,
ist es wie Kino, nicht Leben,
wie Theater,
dann ist es nicht nach zwei Stunden vorbei,
dann ist es nicht zu spät,
nicht einerlei,
was zu drehen,
wohin zu gehen,
allein zu stehen.

Mut kannst du auch schenken
jeder steht allein
und doch kannst du zusammen springen,
mutig lachen, tanzen, singen
nicht als ob es niemand hört,
sondern laut, mit Risiko
im Chor,
Stereo klingen.

Abend- Zeit zum Dichten…

Das gerade verdämmerte Abendlicht
verschwand im Westen,
in allen Himmelsfarben;
nun liegt die Stadt vor mir,
friedlich beleuchtet,
Haus an Haus,dicht,
der Abendstern flimmert über Ihr,
die Silhouetten der Berge zeichnen
eine rahmende Linie und begrenzen
die Nähe
von der Ferne.

Leuchtet Ihr mir heut´ Nacht, Ihr Sterne?
Ihr, die ihr Antwort auf alles seid,
die Tröster meiner Schlaflosigkeit,
Nachhaus, nachhaus,
wogegen alles strebt,
dorthin,wo im Winter die Wärme lebt…

Beschwichtigend taucht die Dunkelheit
die Welt in ihr eigenes Licht,
in ihr versinken will ich,
hier, wo ich stehe,
erreicht sie mich nicht.

Zu den geheimen, wahren Welten,
die sich nur den schlaflosen,
in die Nacht verliebten, angstlosen
Wesen erschließen,
für deren Seele
die Probleme und Gesetze des Tages
nicht gelten.

Tiefer, tiefer
strebt es in mir,
Wahrheit, Wahrheit,
warum bin ich hier?

Trost und Wahrheit,
Natur und Geist,
deine Welt,
den Weg zu ihr…

23.10.2001